Verlag Heidi Franitza, Oberschwaigstraße 5 a, 92237 Sulzbach-Rosenberg, Tel: 0175/46 34 190 oder 09661/81 11 01, Email: heidi.franitza@t-online.de
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Leitartikel Heft 34 Vom Montagedruck und vom Springdruck! Reifen geplatzt. Auf dem Gespann! In den letzten Jahren hört man diese Aussagen wieder öfter. Zu Zeiten der Entenreifen wunderte man sich über Reifenschäden am Gespann weniger. Man pumpte bis zu vier Bar Fülldruck in die Reifen und dann wurde mit einem völlig überladenen Gespann Urlaub gefahren. In den 90er Jahren wurde es ruhig zum Thema Reifenpanne. Die Gespanne liefen auf Smart-Reifen und gängigen Pkw-Reifengrößen, im Sportbereich hielten Niederquerschnittreifen Einzug. Eine Reifenpanne war meistens durch eine klare Ursache definiert. Jetzt fällt auf, dass wieder öfter von Reifendefekten die Rede ist. Oft sind es Reifenplatzer. Die Ursachen dafür werden durch das breite Thema „richtige Montage, Springdruck und Montagedruck“ eingegrenzt. Exotische Reifengrößen, exotische Felgen, falsche Felgen-Reifen-Kombination. Manchmal scheint der Gespannbereich das Versuchsfeld für „was-man-nicht-mit-Reifen-machen-sollte“ zu sein. Da rutscht der Reifen schon mal nicht in das Felgenbett, auch nicht bei acht Bar Fülldruck. Die Reifenindustrie, der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. oder der wdk, der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie haben eindeutige Richtlinien für die Reifenmontage festgelegt. Zum Beispiel ist in der wdk-Leitlinie 104 der maximale Springdruck festgelegt. Darin heißt es: "Bei Montage von Pkw-Reifen ist darauf zu achten, dass die Reifenwulste von Tiefbett kommend zunächst den Hump der Felgenschulter überspringen müsse. Um Brüche des Wulstkerns zu vermeiden, soll der dazu notwendige Springdruck nicht über 3,3 bar hinaus gehen." Der Setzdruck, so in einer wdk-Schulung aus dem Jahre 2008, ist der Montage-Luftdruck, der zur Erzielung des notwendigen Presssitzes und einer festen Anlage an den Felgenhörnern aufgebracht werden darf, nachdem die Wülste einwandfrei auf den Felgenschultern anliegen,  darf 4 bar nicht überschreiten! Es gibt eine sehr interessante Untersuchung der Montagebesonderheiten und Probleme von Run Flat und UHP Reifen von Michael Immler (http://www.dekra.de/c/document_library/get_file?folderId=27287& name=DLFE-1261.pdf). Probleme, die man auch an defekten Gespannreifen feststellen kann, werden hier eindeutig beschrieben und an Beispielen Ursachen und Folgen gezeigt. Hier lassen sich jede Menge Rückschlüsse ziehen, was bei der Montage von Gespannreifen falsch gemacht bzw. nicht berücksichtigt wurde. Reifen sind unsere Lebensversicherung. Wir können sicher nicht wie Superman per Röntgenblick feststellen, ob eventuell das Innenleben durch die Montage schon beschädigt ist. Aber wir können das Thema sensibel angehen, wir können Montagevorschriften beachten und die richtigen Felgen verwenden. Dann wird zumindest das Risiko einer Reifenpanne minimiert.
Inhalt – 34 5 Leitartikel 8 My sidecar! My home!  BMW R 1150-GS-Gespann 16 Nachzügler Suzuki GS 500 E-Gespann 20 6. Bayerwald- Gespanntreffen 27 On the road 28 185/60 R 16   Reifenübersicht 30 A BSA in Burma 32 Im Blickpunkt: EML-S1- Roadster 36 Von Eichgraben nach Lückendorf, Bergrennen 38 CX-Bremsen: Update 1.0, Gespanntechnik 42 Für Ruhm und Ehre, Moto-Guzzi –V9-Bobber- Gespann 48 T wie Titan, Suzuki- Gespanne 53 Die Hayabusa- Challenge, Ruko-Suzuki- Gespann 54 Der Dreiradlinger, Roman 55 Travel-News 56 Termine 58 Leserbriefe 59 Kleinanzeigen 60 Nachrichten 70 Mit Manufaktur- Charakter, BMW R9T- Gespann 74 Gespannfahrer-Shop 76 Das EML-BMW- Gespann 82 Vorschau, Impressum 83 Nachgefragt
Martin und Heidi Auszug aus Heft 34 Auszug aus Heft 34 Auszug aus Heft 34 Auszug aus Heft 34 Auszug aus Heft 34
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