Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen. (Albert Schweizer) Es gibt Menschen, an die wir uns gerne erinnern, mit denen uns eine Freundschaft verbunden hat. Auf dieser Seite wollen wir dafür sorgen, dass sie nicht vergessen werden...
Wir trauern um Jörg Schlittenhardt, Geschäftsführer der RUKO Fahrzeugtechnik GmbH
Jörg Schlittenhardt Geschäftsführer bei RUKO Sein Lachen und sein Humor werden uns sehr fehlen...
Herbert “Hörby” Bilger Urgestein aus der Südsteiermark Seine legendären Geschichten vom Gespannfahren werden uns immer in Erinnerung bleiben....
Verlag Heidi Franitza, Oberschwaigstraße 5 a, 92237 Sulzbach-Rosenberg, Tel: 0175/46 34 190 oder 09661/81 11 01, Email: heidi.franitza@t-online.de
Falk Hartmann Nach langer Krankheit verstarb am 28. Oktober Falk Hartmann. Die moderne Gespannszene verliert einen ihrer Begründer und der Gespannherstellerverband ihren langjährigen Vorsitzenden. Falk Hartmann hinterlässt eine Lücke, die niemand auffüllen kann. Das Gespannfahren, für das sich Falk Hartmann als sportlich-engagierter Jugendlicher nicht so begeistern konnte, wurde dann doch zu seiner großen Leidenschaft, als sein Bruder Horst einen Beifahrer für sein Wettbewerbsgespann suchte. Zusammen mit Horst am Lenker holten sie sich in der Gespannklasse im Geländesport in den Jahren 1966, 1968 und 1970 den Deutschen Meistertitel. Auf den Erfolgen ihrer sportlichen Karriere gründeten sie ihre Gespannfirma in Ingelheim, die bald über die deutschen Grenzen hinaus eine feste Größe in der weltweiten Interessengemeinschaft der Gespannfahrer war. Falk kümmerte sich in erster Linie um die Kundenbetreuung, den Vertrieb und den Auftritt nach außen hin. Er war ein Familienmensch und ein Macher. Auch nach der geschäftlichen Trennung von seinem Bruder bleib er EML in Holland treu. Er kümmerte sich allerdings auch um Außenseiter wie das dreirädrige Modulo oder den Import der französischen Dedome-Seitenwagen. Ohne das unermüdliche Engagement für den Bundesverband der Hersteller und Importeure von Krafträdern mit Beiwagen e.V. (BVHK) hätte der Fortbestand des Verbandes schon lange unter einem großen Fragezeichen gestanden. Die Gespannfahrerlehrgänge des BVHK in Reinheim trugen jahrelang seinen Stempel. Die Nachwuchsarbeit sozusagen war ihm wichtig. Das organisieren von Messeauftritten gehörte zu einem seiner wichtigen aber auch geliebten Tätigkeitsfelder. Mit seinen weitreichenden Beziehungen sorgte er immer wieder für wahre Highlights. Der Indoor-Weitsprungwettbewerb für Cross-Gespanne in Sinsheim gehörte sicher zu den Messeveranstaltungen, an die man sich auch in Jahren noch erinnern wird. Gleichwohl setzte er seine Verbindungen auch im sozialen Bereich ein, zum Beispiel für den gleichnamigen Verein (BVHK) der herzkranken Kinder. Eng verbunden mit dem Namen Falk Hartmann ist auch der MSC Selztal. Falk gehört zu den Gründungsmitgliedern und führte vier Jahrzehnte lang den Vorsitz. Die herbstlichen Ausfahrten mit den Weinköniginnen beim Rotweinfest gehen auf seine Initiative zurück. Falk Hartmann ist von uns gegangen. Halten wir die Erinnerung an einen Mann in Ehren, dem das Wohl der Gemeinschaft immer wichtiger war als persönliche Belange.
Horst Hartmann Am Morgen des 3. April verstarb Horst Hartmann. Wir trauern um einen überzeugten Gespannfahrer, der maßgeblich für die Renaissance des Gespanns in den 70er und 80er Jahren sorgte.  Im Gespann seines Vaters hatte Horst den ersten Kontakt mit den asymmetrischen Dreirädern. Diese Fahrten haben ihn geprägt, denn er sollte nie mehr von den Gespannen lassen. Dieser Leidenschaft fröhnte er später im Gelände. Die Krönung waren vier Deutsche Meistertitel. Drei davon holte er mit seinem Bruder Falk im Boot. 1969 lernte er bei einem Wettbewerb Hennie Winkelhuis kennen. Er war unter Insidern als Fahrwerksspezialist bekannt. Horst gab bei ihm ein neues Fahrwerk in Auftrag. Damit holte er Bad Wimsheim mit Norbert Wild an der Turnstange den ersten Platz. Das war der Grundstein für eine langjährige Zusammenarbeit, die letztlich die Renaissance der zugelassenen Straßengespanne einläutete. Unter dem Firmennamen EML kamen BMW-Gespanne mit komplett neuem Rahmen auf die Straße, später dann das Tourenschiff GoldWing 1000 und 1984 das erste BMW-K-100- Gespann. EML und Hartmann waren zwei unzertrennbare Begriffe. Mit dem Boxer-Cup wollte Horst Hartmann das Sportgeschehen wieder beleben. Diese Idee verschwand leider bald wieder in der Versenkung. Für ein schnelles, modernes Straßengespannen hatte er den Dreamline-Beiwagen entwickelt. Ende der 80er Jahre trennte sich Horst Hartmann von seinem Bruder Falk und zog mit der neu gegründeten Firma HGT von Ingelheim nach Heidesheim- Uhlerborn. Seine Werkstatt lag direkt neben den Bahngleisen am Bahnhof Uhlerborn. Dort widmete er sich dem Aufbau hochwertiger BMW-K-Gespanne.  Als Ergänzung seines Angebotes hatte er den finnischen Speeding-Beiwagen nach Deutschland geholt. Die sportlichen Aktivitäten von Horst Hartmann hatten nie ein Ende gefunden. Er fuhr bei moto-aktiv-Rennen mit und war ein gern gesehener Teilnehmer der Deutschland-Trophy. Seine geschäftlichen Aktivitäten hatte er im neuen Jahrtausend Schritt um Schritt zurück gefahren. Das Marktgefüge war enger und durch restriktive Zulassungsbestimmungen schwieriger geworden. Die Suche nach einem Nachfolger war trotz intensiver Bemühungen erfolglos geblieben. Andererseits blieb ihm jetzt ausreichend Zeit, sich intensiv um sein Rennfahrer- Hobby zu kümmern. Es war wie ein Wink des Schicksals, dass nun seine Boxer- Cup-Gespanne zu neuen Ehren kamen. Bei den Einstellfahrten auf dem Hockenheimring im März schnupperte Horst noch einmal Rennluft. Es war ein Abschied – sein Abschied. Horst, Du  fehlst uns!
Sidecar Traveller